AI-generiertes Stillleben: graue Archivkartons auf einem dunklen Eichenregal, einer geöffnet mit gefalteten Broschüren, davor weiße Baumwollhandschuhe und eine Lupe

RC · EditionÜber die Edition/einleitung/

Über die Edition: was die Red Channel Quellenedition ist und tut

Was Red Channel ist, was es wieder zugänglich macht – und was es nicht ist

AI-generiert

Die Sammlung hinter der Quellenedition

Unter red-channel.de lag von 2003 an eine private Sammlung marxistisch-leninistischer Literatur: die deutsche Ausgabe der Werke W. I. Lenins als PDF, Dokumente zur Geschichte der Arbeiterbewegung, Bestandsverzeichnisse nach Ländern und Themen, ein Register von Verweisen. Über die Jahre wurde sie zitiert – von der deutschen und der norwegischen Wikipedia, von der taz, von einer amerikanischen Universität, von marxists.org. Diese Belege nennen Band und Seite und zeigen auf eine Adresse.

2020 wurde die Domain umgebaut. Die alten Adressen lieferten nichts mehr aus; die Belege blieben stehen und liefen ins Leere. Genau hier setzt die Edition an.

44Bände der Werkausgabe
26.374ausgezählte Seiten
51Dokumente der Sammlung
45Bestandsverzeichnisse
224wiederhergestellte Adressen

Was die Edition tut

Sie stellt die Adressen wieder her. Jedes Dokument liegt wieder dort, wo es zitiert wurde – mit der alten Dateiendung, mit den alten Ankern. Ein Beleg, der 2011 auf /Ordner_Lit/Literatur_Theorie.htm#3 zeigte, geht heute wieder auf.

Sie zählt nach. Die Werkausgabe ist vollständig: 40 Bände, zwei Ergänzungs- und zwei Registerbände. Jede Seitenzahl ist aus der Datei selbst ausgezählt; wo ein Digitalisat unvollständig ist – Band 5 –, steht das dabei, statt es zu verschweigen.

Sie macht das Zitieren leicht. Jeder Band und jedes Dokument trägt einen fertigen Zitierbeleg mit seiner dauerhaften Adresse. Titelblatt, Impressum und Umfang stehen als Faksimile und als Angabe daneben.

Sie sagt, was fehlt. Die Bestandsverzeichnisse nennen auch, was die Sammlung einmal führte und heute nicht mehr vorliegt. Ein Verzeichnis, das die Lücken verschweigt, ist als Nachweis wertlos.

Was die Edition nicht ist

Sie ist keine Fortsetzung der Sammlung und vertritt keine ihrer Positionen. Die Dokumente werden als historische Quellen wiedergegeben – unverändert, einschließlich der Fehler und Urteile ihrer Zeit – und nicht kommentiert. Das Register zeigt, worauf die Sammlung verwies; es ist keine Empfehlung. Aus den Jahren 2020 und 2021 sind Beiträge mit Partnerverweisen erhalten; sie sind als solche gekennzeichnet, siehe Werbehinweis.

Wie zitiert wird

Bände der Werkausgabe: W. I. Lenin: Werke. Band 13. Dietz Verlag, Berlin 1982. – dazu die Seitenzahl und die Adresse des Digitalisats, https://www.red-channel.de/LeninWerke/LW13.pdf. Dokumente der Sammlung: Verfasser, Titel, Quelle und Jahr, dann Digitalisat: Red Channel Quellenedition mit der Adresse. Der Zitierbeleg am Kopf jeder Seite ist genau so aufgebaut und lässt sich kopieren.

Wie die Adressen wiederhergestellt wurden

Grundlage sind die Kopien des Internet Archive: Für jede Adresse, die die Sammlung je ausgeliefert hat, wurde die vollständigste erhaltene Fassung ermittelt – nicht die jüngste, denn die jüngsten Kopien mancher Dokumente sind Sperrseiten eines späteren Schutzdienstes, nicht das Dokument. Sechs Dokumente, darunter das Programm der KPR(B) und Hoxhas „Betrachtungen über China“, lagen zunächst als solche Stummel vor und wurden aus älteren Kopien wiedergewonnen. Zwei PDF-Dateien der Abteilung Sowjetunion fehlten ganz und wurden aus Kopien von 2007 und 2014 ergänzt.

Insgesamt beantwortet die Edition 227 Adressen wieder mit dem Dokument, das dort lag; 371 weitere Adressen, unter denen die Sammlung Dokumente zeitweise geführt hatte, leiten mit einer einzigen Weiterleitung auf die heute gültige Adresse; 291 Adressen, die nie ein Dokument trugen, antworten mit „nicht gefunden“ statt mit einer Übersichtsseite. Jede Schreibweise einer Adresse – Groß- und Kleinschreibung, Schrägstrich – führt in einem Schritt zur gültigen Form. Das ist auf einem Testserver für jede einzelne Adresse geprüft.

Was an den Dokumenten verändert wurde – und was nicht

Am Wortlaut nichts. Die Dokumente erscheinen in einer neuen Gestaltung – auf hellem Papier, mit Apparat am Rand –, aber Text, Rechtschreibung, Hervorhebungen und Verweise sind die der Sammlung. Verweise, deren Ziel nicht überliefert ist, sind als solche markiert, nicht entfernt. In den Bestandsverzeichnissen ist jeder Eintrag in einen von drei Zuständen gesetzt: im Bestand, Nachweis außerhalb der Sammlung oder nicht überliefert. Neun Titel in den Verzeichnissen wurden orthografisch berichtigt, wo das Dokument selbst die richtige Schreibung zeigt; jede dieser Berichtigungen ist verzeichnet. Ein Titel, der in der Vorlage mitten im Satz abbricht, bleibt abgebrochen – ihn zu vervollständigen hieße, einen Titel zu erfinden.

Wer hinter Red Channel steht

Die Edition wird herausgegeben von Jonas Rettig, Berlin. Hinweise auf Fehler in den Digitalisaten, fehlende Nachweise oder Rechte an einzelnen Dokumenten: [email protected]. Angaben zu Anbieter und Verantwortung stehen im Impressum; zum Einsatz von KI bei Bildern und Texten im KI-Hinweis.

Fragen zur Edition

Wer gibt die Edition heraus?

Jonas Rettig, Berlin; die Anschrift steht im Impressum. Hinweise auf Fehler in den Digitalisaten, fehlende Nachweise oder Rechte an einzelnen Dokumenten nimmt die Redaktion unter [email protected] an.

Ist die Edition eine Fortsetzung der Sammlung?

Nein. Die Red Channel Quellenedition stellt her, was unter red-channel.de von 2003 bis 2020 lag, und schreibt es nicht fort: keine neuen Dokumente, keine Kommentare, keine Bewertung der Positionen, die in den Texten stehen. Ihr Gegenstand ist die Überlieferung – dass jeder Beleg auf eine Adresse dieser Domain wieder aufgeht.

Woher stammen Texte und Dateien?

Aus den Fassungen, die das Internet Archive von den Adressen der Sammlung hält. Zugrunde liegt jeweils die vollständigste Fassung, nicht die jüngste, denn die letzten Kopien mancher Seiten sind Sperrseiten eines späteren Schutzdienstes. Die Bände der Werkausgabe sind die PDF-Dateien der Sammlung selbst; ihre Seitenzahlen wurden aus dem Seitenbaum jeder Datei ausgezählt.

Warum behalten die Adressen Groß- und Kleinschreibung und die Endung .htm?

Weil die Belege, die von außen auf die Sammlung zeigen, genau diese Adressen nennen – bis zum Anker hinter dem #. Die Edition ändert keine Adresse, unter der zitiert wurde; abweichende Schreibweisen führt eine einzige Weiterleitung auf die richtige Seite.

Was wurde an den Dokumenten verändert – und was nicht?

Am Wortlaut nichts: Rechtschreibung, Hervorhebungen und Verweise stehen, wie sie aufgenommen wurden; Verweise ins Leere sind als nicht überliefert markiert statt entfernt. Hinzugekommen sind Kopfzeile, Apparat mit Umfang und Überlieferung, Zitierbeleg und diese Fragen. Bei den Beiträgen der Jahre 2020–2021 ist das Kommentarformular der damaligen Software nicht übernommen.

Wie melde ich ein Dokument, das hier als nicht überliefert geführt wird?

Mit einer Nachricht an [email protected], als Datei oder Ausdruck. Die Lücke wird geschlossen, der Eintrag im Bestandsverzeichnis als Bestand geführt, und das Dokument liegt wieder unter seiner ursprünglichen Adresse.