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1. Der auftretende russische Großmachtchauvinismus während der Breschnew-Ära und die damit verbundene Unterdrückung nichtrussischer Nationalitäten, war zu dieser Zeit maßgebend. Ergo: eine Abkehr der lenin-stalinschen Nationalitätenpolitik.
2. eine durch und durch revisionistische Wirtschaftspolitik (Stichwort Libermannreformen)
3. eine "internationale Arbeitsteilung" innerhalb der UdSSR als auch im RGW nach "imperialistischem" Muster (So wurde Z.B. Usbekistan als Hauptproduzent der Sowjetunion von Baumwolle - 70% - ausgebeutet, während der Bau von betrieben für die Weiterverarbeitung gezielt unterbunden wurde. Innerhalb des RGW sah es nicht anders aus - bestes Beispiel Kuba, das anstatt eine eigene Industire aufzubauen, alles von der Sowjetunion importieiren ließ)
4. Breschnew-Doktrin und Prager Frühling
Breschnew vertrat die Theorie der "beschränkten Souveränität eines sozialistischen Staates", derzufolge der Kreml die Befugnis hatte, die Schranken der Souveränität der Satellietenländer zu definieren.
in Wirklichkeit war das keine Theorie, sondern ein machtdiktat, denn die Definitionen erfolgten nicht mittels theoretischer Überlegungen, sondern mit Panzern, wie 1968 in Prag. Unbestreitbar befand sich die CSSR zu diesem Zeitpunkt auf dem weg zum Kapitalismus und ins westliche imperialistische Lager, doch die Sowjetunion verfolgte alles andere als das Ziel, den Sozialismus zu verteidigen. Zum einen lässt sich der sozialismus nicht exportieren, zum anderen war die Sowjetunion als auch die CSSR vor dem Prager Frühling nicht mehr sozialistisch, sondern dieser wurde ja gerade in dieser zeit zunehmends abgebaut. Sie verfolgte in der CSSR nur ihren eigenen Großmachtinteressen
Der M-L geht ohnehin davon aus, dass jede Nation, sei sie bürgerlich oder sozialistisch, das Recht hat, ihre eigenen Angelegenheiten zu regeln. "Die Nation hat das Recht, über ihr Schicksal frei zu bestimmen. Sie hat das Recht, sich einzurichten, wie es ihr beliebt, wobei sie natürlich nicht den Rechten anderer Nationen Abbruch tun darf. Das ist unbestreitbar. (Stalin, Marxismus und nationale Frage, SW2, S.285).
Das war für Stalin alles andere als eine papierene Phrase, das war ein unverrückbares Prinzip seiner Politik. So kam z.B für ihn eine militärische Intervention gegen das titoistische Jugoslavien nicht in Betracht. (Eine solche Aktion wäre in der tat auch nicht geeignet gewesen, den Übergang Jugoslaviens in das kapitalistische Lager zu verhindern). Stalin (und auch Marx, Engels und Lenin) kannten keine "Theorie der beschränkten Souveränität" eines anderen Landes.
5. Afghanistan
Es wird behauptet, eine sozialistische Regierung habe in Afghanistan bestanden, die eine "Bodenreform" durchführte.
Das mag ja schön und gut sein, aber welchen wahrhaften Charakter hatte diese Regierung? War es wirklich eine revolutionäre Arbeiterpartei, die sich auf die Tradition des Marxismus-Leninismus beruft, oder doch nur ein revisionistischer Anhängsel der revisionistischen KPdSU.
Die Punkte 1 bis 4 lassen mich ehrlich gesagt anzweifeln, ob die Sowjetunion tatsächlich ein Interesse daran hatte, den Sozialismus in Afghanistan aufzubauen (und seinen eigenen ohnehin zerstörte):
Afganistan wickelte 50% seines Außenhandels mit der Sowjetunion ab. Ein großer Teil des Exporterlöses verblieb aber in Form von Zinszahlungen der Sowjetunion. Afghanistan schuldete Anfang 1980 der Sowjetunion 1,6 Mrd Dollar. So ist bis 1985 eine Lieferung von rd. 70 Mrd. Kubikmeter Erdgas an die Sowjetunion vereinbart (Frankfurter Allgemeine Zeitung, 7.1.1980).
Kredite und Zinszahlungen machten die Wirtschaft Afghanistans abhängig von der Sowjetunion.
Zur Geschichte Afghanistans seit den 70ern kann man folgendes sagen:
1973: Sowjetunion unterstürtze den Sturz des halbfeudalen Zahir-Schah-Regimes mit Hilfe des Militärs, dessen Nachfolger Daud jedoch (wie sich später herausstellte) zu jenen käuflichen Politikern gehörte, die Bereit waren, sich auch von der anderen Seite (der westlich imperilaistischen) kaufen zu lassen.
Deshalb verfolgte die UdSSR den Plan, die Führer der 1965 gegründeten Khalk-Partei (Volksdemokratische Partei Afghanistans) an die Macht zu bringen.
27. April 1978: das Militär putschte erneut, beseitigte Daud und machte Nur Muhammad Taraki, den GenSek der Khalk-Partei, zum Vorsitzenden des Revolutionsrates und Ministerpräsidenten der Demokratischen Republik Afghanistans.
Obwohl es sich eindeutig um einen Militärputsch handelte und um keine Revolution unter der Beteiligung der werktätigen Massen, bezeichneten die Khalk-Funktionäre ihren Staatsstreich als Modell-Revolution.(nach Willi Dickhut, die Reatauration des Kapitalismus in der Sowjetunion, Seite 535ff)
Ein Augenzeuge, Karl-Heinrich Rudersdorf, berichtet in seinem Buch "Afghanistan - eine Sowjetrepublik?" über die Rolle der Arbeiter eines der größten Industriebetriebe Afghanistans, des Textilwerks Gulbahar in der "Modell-Revolution":
"In der Pförtnerloge der Afghanischen Textil-Gesellschaft traf ich den Fabrikleiter und seinen Stellvertreter. Beide saßen in ungewohnter afghanischer Kleidung die von ihnen nur in der Freizeit getragen wird, am Radio und Telefon und warteten auf Informationen. Draußen am Fabriktor nahmen Angestellte das Bild von Muhammad Daud und seine Regierungsparolen von den Wänden. Sonst war alles ruhig. Niemand wußte genau, was in Kabul vorgefallen war." (S. 20 - Hervorhebung durch die Redaktion)
Daß es sich bei dieser "Revolution" tatsächlich um eine "ModellRevolution", und zwar des "Modells Moskau" handelte, das gab der Vertreter der Volksdemokratischen Partei Afghanistans, Ing. Nazar Muhammad, im Oktober 1978 auf dem Mannheimer Parteitag der DKP indirekt zu. Er erklärte:
"Unsere Revolution unterscheidet sich von den anderen Revolutionen dadurch, daß wir auf einem kurzen Weg, auf dem Weg der Verbreitung der Ideologie der Arbeiterklasse in der Armee, in der Lage waren, den alten Staatsapparat niederzuringen."(zitiert in "Afghanistan - eine Dokumentation", S. 114/115)
Lenin stand zu solchen "Revolutionen" wie folgt:
"Von einem 'Putsch' im wissenschaftlichen Sinne des Wortes kann man nur dann sprechen, wenn ein Aufstandsversuch weiter nichts als einen Klüngel von Verschwörern oder wahnwitzigen Narren zutage gefördert und in den Massen keinerlei Sympathien erweckt hat ...
Denn zu glauben, daß die soziale Revolution denkbar ist ohne Aufstände kleiner Nationen in den Kolonien und in Europa, ohne revolutionäre Ausbrüche eines Teils des Kleinbürgertums mit allen seinen Vorurteilen, ohne die Bewegung unaufgeklärter proletarischer und halbproletarischer Massen gegen das Joch der Gutsbesitzer und der Kirche, gegen die monarchistische, nationale usw. Unterdrückung - das zu glauben heißt der sozialen Revolution entsagen." (Lenin, Werke, Bd. 22, S. 363)
2. Dezember 1978: Durchführung der "Bodenreform" (Dekret Nr. 8)
Der Korrespondent der Wochenzeitung "Die Zeit", Andreas Kohlschütter, der Afghanistan seit April 1978 zweimal besucht hatte, berichtete am 17. August 1979 über die "Landreform":
"Die Bilanz des ersten Revolutionsjahres sieht in der Tat bedenklich aus. Die in knapp sechs Monaten von den revolutionären Eiferern durchgepeitschte Landreform schadete dem Regime mehr, als daß sie ihm nützte. Nur 240 000 und nicht 676 000 Familien, wie ursprünglich vorgesehen, erhielten Land vom Boden ehemaliger Großgrundbesitzer zugeteilt. Viele der Beschenkten und Beglückten weigern sich jedoch hartnäckig diese Landstücke in Besitz zu nehmen oder sie zu bebauen. Aus ganz verschiedenen Gründen:
Einreal weil sie das islamische schlechte Gewissen ob der sündhaften Aneignung fremden Landes drückt; sodann weil sie die Rache der zu Schaden gekommenen lokalen Machthaber, der weltlichen und geistlichen Großgrundbesitzer, fürchten, sobald die aus Kabul oder der Provinzhauptstadt angereisten Parteifunktionäre ihre festlichen Reden gehalten, die Besitzurkunden verteilt und wieder verschwunden sind. Ferner weil die vom Staat mit Land versehenen Bauern von den ganz Afghanistan durchforstenden Rekrutierungskampagnen für den Wehrund Kriegsdienst als erste erfaßt werden; und schließlich, weil in der Eile jene entscheidenden, flankierenden Maßnahmen unterlassen wurden, von denen Erfolg oder Mißerfolg einer Landreform abhängen.
So bot der 'revolutionäre Modellstaat' keinen Ersatzfür die einst von den Großgrundbesitzern erbrachten und jetzt wegfallenden Lieferungen von Saatgut, Düngemitteln und Werkzeug. Um die Wucherzinsen abzuschaffen, wurde der private Geldverleih verboten, ohne daß jedoch für den afghanischen Durchschnittsbauern erreichbare Kreditinstitute geschaffen worden wären." (Die Zeit 34/1979, 17. B. 1979)
So kam es 1979 bei der Ernte zu einem vollständigen Fehlschlag, und das Mißtrauen der Kleinbauern schlug um in Haß gegen das Regime. Im Verlauf des Jahres 1979 breitete sich im ganzen Land immer stärkere Unruhe aus. Unter dem vorherrschenden Einfluß von Großgrundbesitzern, die diese Situation nutzten, um ihre feudalen Vorrechte zu verteidigen, entstand in allen 28 Provinzen des Landes ein Guerillakrieg der islamischen Stämme, der den Einfluß des Taraki-Regimes immer mehr auf Kabul und einige andere größere Städte zurückdrängte. Andreas Kohlschütter kam in seinen Beobachtungen zu dem Ergebnis:
"Fest steht: Die 'im Namen des Volkes' in Kabul an die Macht gelangten 'Modell-Revolutionäre' regieren heute ohne und gegen ihr Volk. Immer mehr sehen sie sich gezwungen, den fehlenden politischen Rückhalt durch Polizeimethoden und militärische Gewaltanwendung wettzumachen. Immer unglaubwürdiger wird die offizielle These von der einzig und allein äußeren Aggression. Denn der Gegner, gegen den das TarakiRegime anrennt, steht im Innern. Der an den Pranger gestellte 'Volksfeind' ist das Volk selber."(ebenda)
Der immer häufigere Einsatz der afghanischen Armee zur Niederschlagung der Rebellen führte zu Auflösungserscheinungen in der
Truppe, was die sowjetischen Führer in große Unruhe versetzte. So verweigerten ganze Teilgliederungen im März 1979 den Gehorsam, ein Jagdbombergeschwader verweigerte die Bombardierung der Stadt Herat, und die im Südosten zur "Bandenbekämpfung" eingesetzte 7. Division lief zu den Aufständischen über. Eine eiligst angesetzte Ideologisierungskampagne sollte diesen Zersetzungserscheinungen entgegenwirken, was aus folgender Anweisung an die Befehlshaber ersichtlich ist:
"An die Befehlshaber der politischen Büros der Luftwaffe, der Luftverteidigung der Divisionen, Begram-Garnison und der Kriegsuniversität Zwecks einer möglichst großen Stabilisierung der Freundschaft zwischen den Armeen Afghanistans und der Sowjetunion gemäß dem neuen Freundschaftsvertrag wird folgende Anweisung gegeben:
... sollen in allen Divisionen, Teil- und Gesamtabteilungen und Instituten des Verteidigungsministeriums der DPA Abendverstaltungen zur Freundschaft zwischen Afghanistan und der Sowjetunion sowie Diskussionen mit den militärischen Spezialisten und Beratern der Sowjetunion organisiert und durchgeführt werden.
Über die Kriegserfahrung der sowjetischen Armee (die Opfer der sowjetischen Soldaten in der zweiten Hälfte des Großen Vaterländischen Krieges), über die Stabilisierung der Freundschaft zwischen Afghanistan und der Sowjetunion und über die militärische Solidarität der bewaffneten Kräfte des Volkes der DPA mit den bewaffneten Kräften der UdSSR müssen Reden und Vorträge gehalten werden und Meinungsaustausch stattfinden ...
In allen Divisionen, Teil- und Gesamtabteilungen sollen die Erläuterung und das gemeinsame Studium der Werke des Genossen Breschnew 'Das kleine Land' und 'Revolution' vorbereitet und organisiert werden und mit den Offizieren wissenschaftliche Veranstaltungen über die genannten Werke abgehalten werden.
Methoden und Wege der Organisation politischer und parteilicher Angelegenheiten im Kriegszustand sowie Fragen der Vervollständigung der
Führung und des wechselseitigen Verhältnisses zwischen Befehlshabern und Ausführenden, die in diesen Werken abgehandelt wurden, müssen in Extraseminaren der Kommandanten und politischen Mitarbeiter zur Diskussion und Auseinandersetzung gestellt werden ...
Alle Ausführungen anläßlich des 61. Jahrestages der Gründung der sowjetischen Armee und der Seestreitkräfte sollen auf die künftige Erziehung aller A rmeeangehörigen im Geiste der unerschütterlichen Freundschaft Afghanistans und der Sowjetunion, auf die Entlarvung der feindlichen Propaganda, Hebung des politischen Bewußtseins und auf die kriegerische Bereitschaft der Streitkräfte gerichtet sein. Der Generalvorsitzende für politische Angelegenheiten der Streitkräfte des afghanischen Volkes
gez. Mohammad Egbal"
(Übersetzung einer Anweisung an die afghanische Armeeführung aus dem Jahr 1979, gekürzt; vollständig zitiert in: Karl-Heinz Rudersdorf, "Afghanistan - eine Sowjetrepublik?", S. 118/119, siehe dazu Dickhut, Seite 540f)
Am 14. September 1979, in einer Situation, wo die Sowjetunion fieberhaft nach einer Lösung suchten, putschte Hafizullah Amin, Vizepräsident und "engster Mitarbeiter" Tarakis, in dessen Abwesenheit und riß die Macht an sich. Ungeachtet dessen unterstützte die Sowjetunion Amin und setzte ihre massiven Waffenlieferungen fort. So die Lieferung von 20 mit Raketen, Bordkanonen und Maschinengewehren bestückten Mi-24-Hubschraubern, die im Kampf gegen die rebellierenden Bergstämme oder bei der Unterdrückung meuternder Truppen die effektivste Waffe sind.
Die Sowjetführer benutzten Amin als Bluthund gegen die afghanische Bevölkerung. Gleichzeitig entwickelten sie den Plan, in Afghanistan einzumarschieren und unter dem Vorwand, das Volk von der "finsteren Macht des Amin-Regimes" zu befreien, die neue Marionette, Babrak Karmal, zu installieren. Nachdem zwischen dem 24.und 26. Dezember 1979 sowjetische Truppen das Land besetzt hatten, wurde am Abend des 27. Dezember über Radio bekanntgegeben, Hafizullah Amin sei von einem "Revolutionären Gerichtshof" verurteilt und mit einigen seiner Anhänger und Verwandten hingerichtet worden.
Was den Zeitpunkt der Invasion im Dezember 1979 betrifft, spielt der im selben Monat gefaßte NATO-Beschluß zur Stationierung einer neuen Generation atomarer Mittelstreckenraketen in Europa sicher eine maßgebliche Rolle. Er leitete das Ende der sogenannten Entspannungspolitik und die von den US-Monopolen betriebene aggressive Kriegsvorbereitung ein. Nur vor diesem Hintergrund ist die massive militärische Machtdemonstration der Sowjetunion mit ihrer Invasion Afghanistans zu verstehen. Unter dem Kommando des stellvertretenden Verteidigungsministers, Marschall Sergej L. Sokolow, verlief der Überfall in drei Wellen:
"Zunächst erfolgte eine Invasion aus der Luft: unter Jägerbegleitschutz landen in 10-Minuten-Abständen 250mal sowjetische Transportflugzeuge und setzen 5 000 Soldaten auf dem Flughafen Kabuls ab ... Ganz wie im Falle der Invasion in die CSSR 1968 begeben sich diese Luftlandetruppen in die Hauptstadt, besetzen strategisch wichtige Punkte und richten ihre Geschütze auf einheimische Kasernen.
Nachdem Kabul besetzt ist, rollen über die Grenzstadt Termes, erneut unter starkem Luftschutz, motorisierte Schützeneinheiten ein, die Mist mehr auch eine Landverbindung zwischen der Sowjetunion und der Hauptstadt Kabul herstellen. Eine dritte Welle kommt, nachdem die Verbindungslinien nunmehr gesichert in sowjetischer Hand sind, mit schwerem Gerät und Hilfsausrüstungen ...
Neben der Luftlandedivision wurden nach Übereinstimmenden Berichten fünf weitere Devisionen plus Luftstreitkräfte ins Land gebracht, mithin etwa 85000 sowjetischen Soldaten. Die Konzentration von Kriegsmaterial, nach Zahlen, die der Korrespondent des "Spiegel" inErfahrung gebracht haben will, beläuft sich auf 1500 Panzer und 2 000 Schützenpanzerwagen sowie Hunderte 122- und 130-Millimeter-Haubitzen. Diese Konzentration von Feuerkraft, sofern die Zahlen zutreffen, dient nunmehr der Abschreckung - mit derartig schweren Waffen sind Aufständische nicht zu bekriegen." (ebenda S. 113/114 und 115, siehe Dickhut, Seite 543f)
1980 verriet der Sowjetdipolomat Falin, als er in einem Interview sagte, dass die Sowjetunion das selbe "recht" zur deirekten Aggression und Intervention habe wie etwa die USA 1961 in Kongo (später Zaire):
"Die einen schicken Truppen, die anderen stellen Transportflugzeuge. Warum dürfen wir in Afghanistan nicht tun, was uns die USA im Zaire vorgemacht haben?"(Stern, Nr 6/1980)
Kriegsverbrechen der Sowjetunion während des Afghanistankrieges:
Flächenbombardements von Städten und Dörfern, Erschießung aller Bewohner (einschließlich Frauen und Kinder), der Dörfer die Partisanen unterstützt haben, Einsatz von Napalm, Einsatz von Napalm und Splitterbomben, barbarische Folterungen und Mord an Revolutionären etc.
(siehe GDS NR. 41, S. 19)
Nachdem Kamal 1979 an die macht gekommen war, versprach er, alle politischen gefangenen freizulassen. Es versammelten sich über 1000 Familienangehörige vor dem Pul-i-Cherchi-Gefängnis in Kabul, welches mit Unterstützung der UdSSR und der CSSR gebaut wurde. Die Familienangehörigen warteten auf die Freilassungen, aber bald merkten sie, dass außer einigen Anhängern Karmals niemand freigelassen wurde. Empört und enttäuscht versuchten sie das Gefängnis zu stürmen unter Rufen wie "Nieder mit der Sowjetunion". Sofort wurde scharf geschossen und es gab dutzende tote und verletzte (siehe ebenda: S.20)
Beseitigung wahrer Revolutionäre:
Der Widerstand gegen die Besatzer und ihrer reaktionären Valsallen stützte sich auf auf die Volksmassen auf dem Land und die Guillerakämpfer hatten weiter Teile der Massen hinter sich. Schon 1965 war war in Afghanistan eine wahrhaft demokratische, revolutionäre Bewegung entstanden, die sich gegen die bürgerlichen Losungen der Sowjetunion a la "firedlicher Weg zum Sozialismus", "Parlamentarismus" und "Reform statt revolution" richteten.
Am 25. Oktober 1965, dem eigentlichen Geburtstag der "Neuen Demokratischen Bewegung" gab es eine mächtige Demonstration vor dem Parlament in Kabul. Die Demonstration stand im Zeichen der folgenden Losung:
"Das Parlament ist nicht das Haus des Volkes! Es ist die Schwatzbude der Banditen, Großgrundbesitzer und Großkaufleute! Nieder mit der Herrschaft der reaktionären Klassen! Nieder mit dem imperialismus und der Inneren Reaktion! (Zeitung der Guafas, Nr. 4/1980, Seite 3/4)
Im Verlauf der nächsten Jahre entstand eine immer breiter werdende revolutionäre Bewegung der Arbeiter, Bauern und Studenten gegen Ausbeutung und Unterdrückung.
Am 1. Mai 1968 war die erste 1. Mai-Demonstration. In den nächsten Jahren folgten Streiks der Arbeiter, Landbesetungen und Enteignungen durch arme Bauern etc.
In dieser Zeit schon zeigte sich der reaktionäre Chrarakter der "Demokratischen Volkspartei Afghanistans", die sich gegen diese Demos stellte und sich an die reformistisch-revisionistischen Losungen der Sowjetunion anbiederte. (die spätere Aufgabe der Volkspartei war es diese revolutionären Bewegungen zu zerschlagen)
Eine dieser revolutionären Gruppen war die AKHGAR ( Organisation für den Aufbau der KP Afghanistans). Dieser Bewegung stand einem schwierigen Kampf gegen einen Zwei-Fronten-Krieg gegenüber: einmal gegen die pseudosozialistische Volkspartei und den sowjetischen Besatzern und auf der anderen Seite gegen durften sie dem Antikommunismus keine Zugeständnisse machen. (nach GDS NR41, S. 23)
Mitglieder dieser Aufbauorganisation wurden von den sowjetischen Besatzern und ihren afghanischen Marionetten verfolgt, gefoltert und ermordet (ua. ermordet durch die sowjetischen Besatzer und ihrer Marionettenregierung: Mohamed Tahir, Zaleh Mohamed, Mohamed Zedik - alles Mitglieder des ZK der AKHGAR) (siehe dazu: GDS-Flugblatt Nr. 7-8/96, Seite 5)
so viel zum Krieg in Afghanistan aus meiner Sicht.